Christiane Teschl-Hofmeister und Stephan Pernkopf

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Gemeinsamer Ruf nach niedrigeren Spritpreisen

Steigende Energiepreise treffen Pendler, Familien und Betriebe hart. Verbände und Politik fordern rasche Entlastungen, während der Ausbau erneuerbarer Energien weiter vorangetrieben werden soll.

Die Energiepreise steigen erneut, angeheizt durch Konflikte im Nahen Osten – und Pendler, Familien sowie Betriebe spüren die Belastung direkt an der Zapfsäule. Besonders die Landwirtschaft leidet. Diesel für Traktoren, Maschinen und Transport wird täglich benötigt, die Mehrkosten sind schon jetzt spürbar. Gleichzeitig besteht rund die Hälfte des Spritpreises aus staatlichen Abgaben. Steigen die Preise, klettern auch die Einnahmen des Staates.

Entlastung an der Zapfsäule gefordert

„Das Budget darf nicht auf dem Rücken der Bürger saniert werden“, betonen NÖAAB-Obfrau Christiane Teschl-Hofmeister und Bauernbund-Obmann Stephan Pernkopf. Sie fordern schnelle Entlastungen, etwa ein Aussetzen der CO2-Steuer oder eine Senkung der Mineralölsteuer. „Außergewöhnliche Zeiten benötigen außergewöhnliche Maßnahmen“, sagt Pernkopf.

Gleichzeitig bleibt der Kurs der Politik klar: Mehr heimische Energie aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. Je stärker die erneuerbaren Energien ausgebaut werden, desto unabhängiger wird man von fossilen Energien und damit von Krisenregionen und internationalen Preisschocks.

Zum Wochenbeginn signalisierte die Bundesregierung ein Entgegenkommen. Bundeskanzler Christian Stocker kündigte „gezielte Entlastungen“ an. Der Staat dürfe nicht zum „Krisenprofiteur“ werden. Welcher Weg der treffsicherste für sinkende Preise an der Zapfsäule sei, werde deshalb derzeit geprüft und verhandelt. „Ich spreche mich für eine temporäre Senkung der Steuern auf Sprit aus“, so der Kanzler.

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