Es war über Jahre ein Schreckgespenst für Biobauern sowie Tierhalter in Gunstlagen und zugleich Paradebeispiel für aus Sicht eines Praktikers alles andere als nachvollziehbare EU-Bürokratie. Die Rede ist von der Dauergrünlandwerdung. Wer Einsaaten mit Luzernekleegras oder anderem Feldfutter auf seinen Ackerflächen anbaute – was sowohl pflanzenbaulich als auch für die Bodengesundheit und die Umwelt immer Sinn ergibt – brauchte dank Brüssel sorgsame Kalender-Aufzeichnungen. Wehe dem, der die fünfjährige Frist versäumte: Der Acker wurde, zumindest für die Behörden, zu Grünland. Eine Bodenbearbeitung samt Fruchtwechsel ging dann auf Kosten der Umbruchstoleranzen. Das Thema, wann ein Acker zur Wiese wird, war in der EU offenbar so brisant, dass sich sogar der Europäische Gerichtshof damit auseinandersetzte, wie sich der eine oder andere wohl noch erinnert.
All das ist, sobald die EU-Kommission ihre finale Zustimmung erteilt, in Österreich für alle derzeit bestehenden Ackerflächen Geschichte. Zu verdanken haben die Bauern das ihren politischen Vertretern von der Landes- bis zur EU-Ebene. Mit den Vorschusslorbeeren für Agrarkommissar Christophe Hansen wurde bei dessen Amtsantritt vor etwa eineinhalb Jahren nicht gespart. Umso erfreulicher, dass sich die Ambitionen des Luxemburger Bauernsohns, zu entbürokratisieren, nun auch in spürbaren Erleichterungen für die Bauern widerspiegeln. Eine Sorge weniger kann der Berufsstand jedenfalls gebrauchen. Nachahmung dringend erwünscht.
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