Dass wir im Bereich Pflanzenschutzmittel große Herausforderungen haben, ist kein Geheimnis. Durch laufende Neubewertungen auf EU-Ebene verlieren wir jährlich Wirkstoffe, während Unterschiede in der nationalen Bewertung zwischen den Mitgliedstaaten dazu führen können, dass Mittel, die wenige Kilometer entfernt in Deutschland oder Slowenien erlaubt sind, in Österreich fehlen. Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium, der BAES und der LK konnten im letzten Jahr einige Verbesserungen erreicht und Verfahren vereinfacht werden – ein wichtiger Schritt, um Unterschiede zu reduzieren. Das Grundproblem bleibt jedoch bestehen: Zwischen 2020 und 2025 wurde kein neuer chemisch synthetischer Wirkstoff zugelassen, während mehr als 80 Stoffe vom Markt verschwanden. Bis 2030 stehen gut 200 Wirkstoffe zur Überprüfung an. Die EU-Kommission hat daher einen Vorschlag zur Vereinfachung der Pflanzenschutzgesetzgebung vorgelegt, mit Fokus auf Biocontrols, vereinfachte Bewertungsverfahren und Übergangslösungen im Falle von Wirkstoffwegfall. Diese Vorschläge sind positiv und eine Chance für Bürokratieabbau, reichen aber nicht aus. Die LK Österreich und der ÖBOG fordern eine echte Systemänderung: Fokus auf Risikomanagement statt Verbote und „kein Verbot ohne Alternative“. Sonst verschwinden Kulturen wie Kirschen oder Jungzwiebeln aus der EU-Produktion. Obst werden wir trotzdem essen – nur immer öfter importiert. Jetzt liegt es an den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament, den Vorschlag so anzupassen, dass er in der Praxis wirkt.
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