Der österreichische Speisekartoffelmarkt zeigt sich gegenüber den Vorwochen kaum verändert. Nach wie vor haben Händler und auch Landwirte mehr als ausreichend Ware auf Lager. Trotz qualitativ steigender Absortierungen und zufriedenstellender Absatzzahlen im heimischen LEH übersteigen die Vorräte weiterhin den Inlandsbedarf bis zum Saisonende. Am Exportmarkt gibt es kaum Möglichkeiten größere Mengen noch unterzubringen. Entsprechend werden zunehmend auch alternative Verwertungsmöglichkeiten, wie die Nutzung als Tierfutter, angedacht. Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Bewegung. In Niederösterreich werden für Vertragsware und Premiumqualitäten unverändert bis zu 20 €/100 kg bezahlt, wobei Risikoabschläge sowie Abzüge für Logistikaufwendungen und Exportmöglichkeiten in Rechnung gestellt werden. Für freie Ware liegen die Preise deutlich darunter. In Oberösterreich blieb das Preisniveau mit 15 €/100 kg ebenfalls stabil.
Frühkartoffeln im Aufwind
Die Lage am deutschen Speisekartoffelmarkt bleibt angespannt. Trotz der für die Jahreszeit guten Absatzzahlen im LEH bleibt das Angebot weiterhin zu umfangreich. Der Exportmarkt zeigt sich kaum aufnahmebereit, und so müssen immer mehr Speisekartoffeln anderweitigen Verwertungen wie Biogasanlagen oder als Tierfutter zugeführt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass der Anteil an Importfrühkartoffeln am Markt nun stetig steigt. Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum, etwa aus Zypern, Italien oder Ägypten, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Vor dem Hintergrund der Überschüsse sind höhere Preise zur Abgeltung der anfallenden Lagerkosten nicht umsetzbar. Im Bundesdurchschnitt wird für gute Qualitäten offiziell weiterhin meist 12 bis 14 €/100 kg bezahlt. Für Exportgeschäfte oder Sonderaktionen im LEH liegen die Preise deutlich darunter.
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