Düngestreuer

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Tipps für den Start in Raps und Getreide

Je nach Befahrbarkeit erfolgt dieser Tage die erste N-Gabe in den Winterungen. Das ist zu beachten.

Mit ansteigenden Bodentemperaturen und zunehmender Tageslichtlänge steigt in Raps und Wintergetreide der Bedarf an Stickstoff (N). „Generell spricht man vom Beginn der Vegetation ab konstant

fünf Grad Celsius in etwa fünf Zentimeter Bodentiefe. Ab diesem Zeitpunkt sind die Kulturpflanzen in der Lage, die ertragswirksamen Nährstoffe aufzunehmen“, weiß RWA-Düngerexperte Peter Kirchmayr. Aber auch die Tageslichtlänge und die damit einhergehende Lichtenergie würden eine Rolle spielen.

Höchste Zeit im Raps

Insbesondere bei Raps starte laut Kirchmayr damit früh die Nährstoffaufnahme. Die Bestände stehen heuer zufriedenstellend und mit ausreichend Blattmasse da. Gut entwickelter Raps mit acht bis zehn ausgebildeten Laubblättern benötige dieser Tage eine eher verhaltene Gabe mit 60 Kilogramm N pro Hektar (kg N/ha). „In diesen Fällen empfehlen wir die zweite Gabe zu favorisieren“, so der Dünger-Fachmann. Bei schwächeren und dünnen Beständen mit acht oder auch weniger ausgebildeten Laubblättern sollte man hingegen die Startgabe erhöhen, um die Bildung von Blättern und Seitentrieben zu forcieren. Hier haben sich demnach 70 bis 80 kg N/ha bewährt, zu bevorzugen sind laut Kirchmayr Nitratdünger.

Gerste und Weizen

Weniger üppig steht nach dem kühlen Herbst und kalten Jänner das Wintergetreide da. Peter Kirchmayr spricht von „ausreichend entwickelten, teilweise schwächeren Beständen“. Die Wintergersten seien heuer durchschnittlich entwickelt, regional seien Gelbverfärbungen zu beobachten. „Im Vergleich zu Winterweizen legt die Wintergerste die Ertragsanlagen um etwa drei bis vier Wochen früher an, weshalb hier die Andüngung im Gegensatz zu Winterweizen höher ausfallen muss“, informiert der Fachmann. Prinzipiell sollten zweizeilige Sorten höher als mehrzeilige Sorten angedüngt werden, da bei Ersteren der Ertrag über die Ährenzahl pro Quadratmeter bestimmt wird. Kirchmayr: „Die Pflanzen müssen daher in der Bestockungsphase mit ausreichend Nährstoff versorgt werden.“ Je nach Entwicklungszustand, Vorfrucht und N-Nachlieferungsvermögen des Standortes werden für die erste Gabe in zweizeiligen Gersten 60 bis 70 kg N/ha empfohlen, während sich bei mehrzeiligen Sorten circa 50 bis 60 kg N/ha bewährt hätten. Deutlich effizienter ist Hybridgerste. Hier wird ein Bedarf von 30 bis 40 kg N/ha genannt.

Ähnliche Größenordnungen, aber andere Ziele verfolgt die erste Düngergabe im Winterweizen. „Die Startgabe dient in erster Linie zur Regeneration der Bestände nach den Wintermonaten und ist wichtig für das Abschließen der Bestockung“, so Kirchmayr. Je nach geografischer Lage ist diese Woche der beste Zeitpunkt dafür. Generell empfiehlt er 40 bis 60 kg N/ha als Größenordnung, um für die zweite und dritte Gabe noch genügend Stickstoff zur Verfügung zu haben.

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