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Jahresbilanz Pannatura: Geschäfte verliefen gut

Die Jahresbilanz der Land- und Forstwirtschaft der Esterhazy-Betriebe kann sich auch für das Geschäftsjahr 2025 sehen lassen. Heuer will man am zugehörigen Bio-Landgut dem Thema Wildbret neuen Glanz verleihen.

Alljährlich präsentiert der größte private Grundbesitzer Österreichs, die Esterhazy Betriebe AG, in Wien vor Journalisten die Ergebnisse ihrer Agrar- und Forsttochter Pannatura. Geschäftsführer Markus Kratzer lieferte bemerkenswerte Zahlen. Trotz herausforderndem Wirtschaftsumfeld wurden gut 45 Mio. Euro Umsatz erzielt, was einem Plus von sieben Prozent entspricht.

Insgesamt wurden rund 5.800 Tonnen Bio-Marktfrüchte vermarktet, während die Bereiche Forstwirtschaft und Dienstleistungen rund 328.000 Festmeter Rundholz an über 70 holzverarbeitende Betriebe lieferten. Laut Kratzer werde mittlerweile mehr als die Hälfte des Holzes per Bahn vermarktet, davon auch einiges als sogenannter Ganzzug.

In der Tierhaltung setzt das Unternehmen auf Produktveredelung. In den Verarbeitungsräumlichkeiten am Standort Donnerskirchen wurden 14,5 Tonnen Bio-Rindfleisch und 13,5 Tonnen Bio-Schwein verarbeitet. Letzteres wird unter der von Freilandschwein-Pionier Norbert Hackl im Vorjahr übernommenen Marke „Sonnenschwein“ vertrieben. Um die Erzeugnisse an den Mann zu bringen, setzt Pannatura auf Kooperationen und baute diese eigenen Angaben zufolge 2025 weiter aus. Der Adamah BioHof, Billa Plus und gurkerl.at seien diesbezüglich zu nennen, hieß es.

Den Löwenanteil der Verarbeitungskapazitäten bindet bei Pannatura aber wohl das Wildbret. Stolze 108,5 Tonnen wurden am Bio-Landgut im Vorjahr erwirkt. Alles aus den eigenen Jagdrevieren, wurde erklärt. Laut Geschäftsführer Kratzer sei man nämlich auch der größte private Jagdanbieter der Republik. Jagdleiter David Simon nannte hier Zahlen. Demnach werden 40.000 Hektar jagdlich bewirtschaftet. Es handle sich um „ganz unterschiedliche Gebiete“ mit entsprechend vielfältiger Wildpopulation und Äsung. Grund genug, das ganzjährige Angebot an Wildfleisch auch einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Gelingen soll das mit dem Überbegriff Maibock. „Ein Synonym“, wie Simon unterstreicht. Denn Wild habe ganzjährig Saison. Dass dessen Verzehr auch ernährungsphysiologisch Sinn macht, erklärte Foodtrendforscherin Hanni Rützler. Die Expertin lobte Wildbret für seinen hohen Eiweißgehalt und das wenige, „dafür wertvolle“ Fett.

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