Bodenbearbeitung Mais

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Strategien im Mais bei Trockenheit und Hitze

Ob der fehlenden Niederschläge gilt es in der Kulturführung im Mais einiges zu beachten. Diese Möglichkeiten bestehen, um Schlimmeres zu verhindern.

Die deutlich spürbaren Auswirkungen des Klimawandels beeinflussen die Ertragserwartungen im Mais. Dieser ist zwar als C4-Pflanze an heiße und trockene Umgebungen angepasst, Hitze- und Trockenstress können jedoch die Maiserträge erheblich verringern, indem sie das Pflanzenwachstum, physiologische Prozesse, die Bestäubung und die Kornentwicklung beeinträchtigen.

Während der vegetativen Phase bis zum Entwicklungsstadium BBCH 12 wirkt sich Trockenstress häufig auf den endgültigen Maisertrag aus. In kritischen Wachstumsphasen wie der Blüte und der Kornfüllung können selbst kurze Perioden mit hohen Temperaturen oder Wassermangel zu erheblichen Ertragsverlusten führen.

Deshalb zielen Maßnahmen gegen Hitze und Trockenheit beim Maisanbau darauf ab, den Wasserverbrauch und die Verdunstung zu minimieren, die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten, die Wasserspeicherung zu maximieren und den Stress für die Pflanze zu reduzieren. Eine reduzierte Bodenbearbeitung verringert die Verdunstung und hält den Boden kühl. Die Förderung des Humusaufbaus und des Humusgehalts verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Der Anbau von Untersaaten kann den Boden beschatten, überschüssige Nährstoffe konservieren, die Feuchtigkeit halten und Erosion reduzieren. Die Vermeidung von Bodenverdichtungen fördert eine gute Durchwurzelung des Bodens und ermöglicht es den Pflanzen, Wasser aus tieferen Schichten zu ziehen. Eine ausreichende Versorgung mit den Makronährstoffen Stickstoff, Phosphor, Schwefel, Kalium, Magnesium und Calcium sowie mit Mikronährstoffen und Spurenelementen, insbesondere Zink, fördert das Jugendwachstum, die Feinwurzelentwicklung sowie die Wasseraufnahme. Auch die Anpassung der Bestandesdichte kann sich positiv auswirken. Durch eine leichte Verringerung der Saatstärke konkurrieren weniger Pflanzen um das begrenzte Wasser.

Mechanische Unkrautbekämpfung unterbricht die Kapillaren im Boden und verringert die Verdunstung oberflächennahen Wassers. Herbizidbehandlungen sollten idealerweise nicht unter extremem Trockenstress erfolgen, um den Mais nicht zusätzlich zu belasten. Dieser bildet unter Trockenstress eine dickere Wachsschicht auf den Blättern aus, was die Herbizidaufnahme verschlechtert.

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