Der Wald ist weit mehr als nur Kulisse: Er ist Klimaschützer, Wirtschaftsfaktor und Lebensraum zugleich. Rund um den Internationalen Tag des Waldes rückt seine Bedeutung wieder stärker in den Fokus – gerade in Salzburg, wo die Forst- und Holzwirtschaft mit 1,6 Milliarden Euro Wertschöpfung und rund 23.000 Arbeitsplätzen eine tragende Rolle spielt.
Zwischen Klimawandel und Nutzung
Doch der Wald steht unter Druck. Steigende Temperaturen, Extremwetter und Schädlinge verlangen nach Anpassung. Gleichzeitig wächst der Anspruch an den Wald: Er soll schützen, wirtschaften und Erholung bieten. Klar ist für die Branche: Ohne aktive Bewirtschaftung geht es nicht. Der Salzburger Agrarlandesrat Maximilian Aigner bringt es auf den Punkt: „Unser Ziel muss es sein, die Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit der Waldbesitzer in Salzburg weiter zu stärken. Gerade die Wertschöpfungskette Holz zeigt, wie viel Potenzial in unserem Land steckt.“ Vom Wald bis zur Verarbeitung ist alles regional verankert.
Bewirtschaftung statt Stillstand
Durch Bewirtschaftung gut gepflegte Wälder sind jünger und widerstandsfähiger, schützen Dörfer und Straßen vor Lawinen, Steinschlag und Muren und liefern den heimischen Rohstoff Holz zum Bau von kleinen bis großen Bauvorhaben. Aber das Klima in den Alpen verändert sich und Klimaexperten prognostizieren eine Fortsetzung dieses Trends für die kommenden Jahrzehnte. Für die rasche Anpassung an heißer werdende Sommer und wärmere Winter benötigen die Wälder eine aktive Bewirtschaftung.
Fachleute setzen dabei auf klimafitte Mischwälder, die mit Hitze und neuen Bedingungen besser umgehen können. ÖR Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg, warnt vor falschen Vorstellungen: „Wenn der Wald sich selbst überlassen wird, würde er überaltern und anfällig für Schäden werden.“ Der Wald brauche Pflege, um im Gleichgewicht zu bleiben – ein Prinzip, das sich über Generationen bewährt hat.
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Für Rosenstatter und Aigner ist klar: Man kann dem Wald nur helfen, indem man Bäume nutzt und ihn mit klimaresistenten Baumarten aufforstet.
Streitpunkt Bürokratie
Daher steht die Branche neuen EU-Vorgaben kritisch gegenüber. Zusätzliche Auflagen könnten genau jene nachhaltige Bewirtschaftung erschweren, die eigentlich gestärkt werden soll. Rosenstatter hält fest: „Das Gefüge Wald ist nicht statisch. Es ist eine Illusion, dass durch Bürokratie dem Wald automatisch etwas Gutes getan wird.“ Am Ende geht es um eine zentrale Frage: Wie lässt sich der Wald gleichzeitig schützen und nutzen? Für Salzburgs Forstwirtschaft ist die Antwort klar – nur ein aktiv bewirtschafteter Wald kann auch in Zukunft seine vielfältigen Funktionen erfüllen.
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