Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, sieht seine ärgsten Befürchtungen bestätigt, die er vor einem Monat angesichts des Iran-Kriegs geäußert hatte: Die Welt erlebe derzeit die „größten Energiekrise der Geschichte“, machte er dieser Tage deutlich. Der Ölpreis hat bereits das Niveau der schweren Rohstoffkrise 2022 überstiegen – die Folgen sind dramatisch, wie das Beispiel eines US-Luftfahrtunternehmens zeigt, das in der Vorwoche wegen der hohen Kerosinpreise seinen Betrieb einstellen musste.
Die Entwicklung zeigt, dass die Welt unverändert am Tropf fossiler Energie hängt – allen Bemühungen zum Trotz, diese Abhängigkeit durch den Ausbau erneuerbarer Energie zu reduzieren. Es ist zwar bereits – auch im Sinne des Klimaschutzes – einiges gelungen; so wächst laut IEA die installierte Photovoltaik-Leistung jährlich um gut 20 Prozent. Doch die Potenziale sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft, wie eine Studie führender Energieforscher im Auftrag des Klima- und Energiefonds zeigte. Allerdings hake es derzeit vor allem bei der Integration von Energie aus Sonne, Wind, Biomasse etc. in die Energienetze. Um die Potenziale zu heben, seien „regional differenzierte und langfristig orientierte Energiestrategien“ nötig, betonen die Forscher.
Angesichts der geopolitischen Lage führt jedenfalls kein Weg daran vorbei, dem Pfad des weiteren Ausbaus erneuerbarer Energien mit noch größerer Entschlossenheit zu folgen. Denn selbst wenn die aktuelle Krise bald zu Ende gehen sollte – die nächste Krise kommt bestimmt …
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