Wir lernen es eigentlich in frühester Kindheit: Zum Essen setzt man sich hin, vor sich die Speise, das Nervensystem wird von ganz allein aktiv, regt Speichelfluss und Verdauung an und somit den Hunger. Doch wie vieles, das uns beigebracht wird, scheinen wir auch etwas so Simples wie das Essen zu verlernen. Denn immer mehr Lebensmittelkonzerne setzen auf „trinkbares Essen“. Ein Widerspruch in sich. Kürzlich kaufte Danone den britischen Veggie-Hersteller Huel für knapp 1 Milliarde Euro. Damit sprang die viertgrößte Molkerei der Welt auf diesen Hype auf. Auch in Österreich ist er angekommen: In sämtlichen Spar-Filialen lassen sich Flaschen des Huel-Konkurrenten yFood mit der Aufschrift „This is Food“ finden (auf Deutsch: „Das ist Essen“).
Die Idee der yFood-Gründer entspringt einem stressigen Alltag. Das Getränk soll eine komplette Mahlzeit ersetzen. Jedoch ist es aus mehreren Gründen unvorteilhaft, die Ernährung an eine Plastikflasche anzupassen. Wie eingangs erwähnt, braucht der Körper die richtigen Bedingungen, um Nährstoffe optimal aufzunehmen. Ein pauschaler Ersatz für eine Mahlzeit erschließt sich im Sinne einer ausgewogenen Ernährung ohnehin nicht. So brauchen junge Erwachsene erwiesenermaßen deutlich mehr Energie in ihrem Alltag, während im Alter die Bedeutung der Nährstoffdichte – also das Verhältnis der Nährstoffe zur Energie – zunimmt. Ausgewogene und gesunde Ernährung lässt sich nicht vollends durch ein einziges Getränk austauschen. Das sollte allen Konsumenten dieser Drinks bewusst sein.
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