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Feldfutter: Die Mischung macht‘s

Ein Versuch der Schweizer Forschungsanstalt AgroScope zeigt, dass artenreiche Feldfutterbestände dem Klimawandel eher trotzen.

AgroScope untersuchte in einer globalen Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde, die Klimaresilienz von Feldfutter. Mischungen aus mehreren Futterpflanzen steigern demnach systematisch den Ertrag, bei geringerem Düngereinsatz. Höhere Temperaturen verstärken die Vorteile dieser Mischungen, weshalb sie ein Schlüssel zur Anpassung an den Klimawandel seien, schreiben die Autoren.

Die Studie fasst die Ergebnisse eines global angelegten Experiments zusammen, das an 26 Standorten in Europa, Nordamerika, China und Neuseeland durchgeführt wurde. Die Forscher untersuchten, welche Mischungen aus bis zu sechs Pflanzenarten den Ertrag verbessern und gleichzeitig die Abhängigkeit von Stickstoffdüngern verringern können.

Luftstickstoffbindung brachte Mehrertrag

Die Ergebnisse zeigten, dass Bestände aus mehreren Arten aufgrund nutzbringender Wechselwirkungen zwischen den Arten höhere Erträge erzielten als die Reinsaaten. Der Mischungsertrag war viel höher als die Summe der einzelnen Komponenten. Eine Mischung aus Gräsern, Kleearten und Kräutern lieferte etwa elf Prozent mehr Ertrag als ein reiner Grasbestand, wie dies in anderen Erdteilen durchaus üblich ist. Gegenüber klassischem Kleegras betrug das Plus sogar 18 Prozent.

Vorteile nehmen mit Temperaturanstieg zu

Den Ergebnissen zufolge würden wärmere Temperaturen die Vorteile von vielfältigen Mischungen sogar verstärken. Der Ertragsvorteil der Mischungen mit Kleearten und Kräutern nahm mit steigender Temperatur entlang des Klimagradienten der Standorte zu. „Dies unterstreicht das Potenzial von Mischungen für die Anpassung an den Klimawandel“, so das Fazit der Schweizer Wissenschaftler.

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