Hoffnung braucht Halt

Portrait Johannes Stift

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Ostern ist mehr als ein kirchliches Fest – es steht für Neubeginn, Zuversicht und Hoffnung. Gerade in Zeiten globaler Krisen, Kriege und wirtschaftlicher Unsicherheiten bekommt diese Botschaft besondere Bedeutung.

In Österreich spüren die bäuerlichen Betriebe die Belastungen deutlich. Energie, Betriebsmittel und vor allem Treibstoff sind spürbar teurer geworden. Gerade in der Landwirtschaft, wo Mobilität und Versorgung zentral sind, schlagen diese Kosten voll durch. Dass sich geopolitische Verwerfungen, wie jene im Iran, vor allem aber deren Folgen auf die Energie- und Düngerpreise, im kleinen Österreich nicht vollständig verhindern lassen, leuchtet ein. Die kurz- und mittelfristigen Maßnahmen der Regierung müssen sich dennoch von Manchen den Vorwurf des Symbolcharakters gefallen lassen.

Und dennoch: Wer in der Landwirtschaft arbeitet, weiß, dass Hoffnung kein leeres Wort ist. Nach jedem Winter folgen Frühling und Sommer. Die Früchte dieser Zeit aber kommen nicht von selbst, sondern nur durch Einsatz, Verlässlichkeit und kluge Entscheidungen. Hoffnung darf nicht zur Selbsttäuschung werden, sie braucht Rahmenbedingungen, die wirklich helfen.

Ostern erinnert uns daran, den Blick nach vorne zu richten und daran, dass Zuversicht, Tatkraft und Verantwortung untrennbar zusammengehören. Wer dies beherzigt, kann selbst schwierige Zeiten meistern und Kraft für den Neubeginn schöpfen.

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