Zuckersäcke

Copyright © STock.Adobe.com – Kosal

EU geht gegen Zucker-Schlupfloch vor

Mit strengeren Zollregeln für verarbeiteten Zucker will die EU heimische Bauern besser schützen. Alexander Bernhuber spricht von einem wichtigen Schritt.

Ein seit Jahren umstrittenes Zollkonstrukt im EU-Zuckermarkt ist mit Ende Mai Geschichte. Hintergrund sind stark gestiegene Importmengen von veredeltem (Rohr-)Zucker, die zuletzt laut informierten Kreisen auf rund 580.000 Tonnen pro Jahr angewachsen sind. Sofern die daraus erzeugten Produkte wieder exportiert wurden, war dieser Zuckerimport bisher in der EU von Zöllen befreit. Damit ist nun Schluss.

Einfuhrmengen hatten sich verdoppelt

Der EU-Abgeordnete des Bauernbundes, Alexander Bernhuber, begrüßt die Neuregelung ausdrücklich. „Das Schlupfloch bei veredeltem Zucker wird endlich geschlossen. In den letzten Jahren haben sich die Importmengen nahezu verdoppelt. Ab dem 27. Mai gilt klar: Zucker, der in der EU verarbeitet wird, muss auch ordentlich verzollt werden.“ Mit der neuen Regelung werden die bisherigen Ausnahmen für zollfreie Zuckereinfuhren eingeschränkt. Ziel sei es, gleiche Wettbewerbsbedingungen für EU-Erzeuger zu schaffen, betont Bernhuber: „Wir schützen damit unsere heimische Zuckerproduktion und sorgen wieder für faire Wettbewerbsbedingungen in Europa. Es kann nicht sein, dass billig importierter Zucker über Umwege zollfrei auf den europäischen Markt gelangt.“

Weitere Artikel