Waldbrandgefahr

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Waldbrandgefahr spitzt sich zu: Komplettes Feuerverbot in Niederösterreich

Wegen anhaltender Trockenheit ist offenes Feuer in ganz Niederösterreich verboten. Verstöße können hohe Strafen nach sich ziehen.

Ein Funke kann derzeit genügen: Die Trockenheit hat die Waldbrandgefahr in Niederösterreich massiv erhöht, entsprechend strikt ist das Feuerverbot. Die Ansage der Behörden ist klar, aktuell darf im Wald und in dessen Nähe nichts entzündet werden, was auch nur im Entferntesten ein Risiko darstellt.

Konkret bedeutet das: Lagerfeuer, Grillen oder Rauchen sind verboten. Auch achtlos weggeworfene Zigaretten oder Glasflaschen können schnell zur Gefahr werden. Gerade Glas wirkt bei starker Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas. Besonders heikel sind zudem waldnahe Flächen wie Wiesen oder Felder, wo sich ein Feuer rasch ausbreiten kann.

Ein Funke reicht und es wird brandgefährlich

Die Warnungen sind kein leeres Drohszenario. Schon kleinste Unachtsamkeiten können derzeit Brände auslösen, die sich binnen Minuten ausbreiten. Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert saftige Strafen: Bis zu 7.270 Euro oder sogar Freiheitsstrafen drohen.

Gleichzeitig sind die Feuerwehren im Land gut gerüstet. Rund 600 speziell ausgebildete Einsatzkräfte stehen im Waldbrand-Sonderdienst rund um die Uhr bereit. Neue Fahrzeuge, zusätzliche Ausrüstung und spezielle Container sorgen dafür, dass im Ernstfall schnell reagiert werden kann. Dass das nötig ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Mehr als 1.000 Wald- und Flurbrände mussten allein im vergangenen Jahr bekämpft werden.

Am Ende bleibt aber entscheidend, was jede und jeder Einzelne beiträgt. Denn so gut die Einsatzkräfte vorbereitet sind, am besten ist es, wenn sie gar nicht erst ausrücken müssen.

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