Die Debatte über steigende Lebensmittelpreise sorgt derzeit für Verunsicherung – bei Konsumentinnen und Konsumenten ebenso wie in der Landwirtschaft. Befeuert wurde sie unter anderem durch einen Beitrag in der ORF-Sendung „Zeit im Bild“, in dem steigende Notierungen bei Weizen und Mais als maßgebliche Ursache für die Teuerung genannt wurden. Der EU-Abgeordnete Alexander Bernhuber widerspricht dieser Darstellung deutlich.
Rohstoffpreise unter der Lupe
Aktuelle Marktdaten zeigen, dass zentrale Agrargüter wie Weizen und Mais zuletzt keinen massiven Preisanstieg verzeichnet haben. Der Weizenpreis liegt derzeit unter dem Niveau des Vorjahres, auch bei Mais sind keine starken Aufwärtsbewegungen erkennbar. „Die Behauptung, dass Weizen und Mais die Haupttreiber der Lebensmittelpreise sind, ist schlichtweg falsch. Die Fakten zeigen ein ganz anderes Bild“, so Bernhuber.
Gleichzeitig verweist er auf gestiegene Produktionskosten. Landwirtschaftliche Betriebe sehen sich seit geraumer Zeit mit höheren Ausgaben für Energie und Betriebsmittel konfrontiert. Besonders Diesel und Düngemittel haben sich verteuert. „Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren unter massivem Kostendruck. Diesel und Dünger sind deutlich teurer geworden, das sind die wahren Preistreiber“, betont Bernhuber. Traktoren würden aktuell „mit dem teuersten Sprit betrieben, den wir je hatten“.
Die Preisbildung im Supermarktregal ist laut Bernhuber komplex. Neben Produktionskosten spielen auch frühere Preisanstiege bei Rohstoffen, Verarbeitungs- und Transportkosten sowie internationale Marktentwicklungen eine
Rolle. Diese wirken oft zeitverzögert auf die Endpreise. Einfachen Erklärungen erteilt der EU-Abgeordnete eine Absage: „Wir brauchen eine ehrliche Diskussion auf Basis von Zahlen und Fakten.“ Klar ist: Die Ursachen steigender Lebensmittelpreise sind vielfältig.
:quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))