Die Agrardieselrückvergütung wurde bekanntlich bereits im Doppelbudget 2027/2028 als sogenannte „Offensivmaßnahme“ – dotiert mit 50 Mio. Euro pro Jahr – fix zugesichert. Wie das Landwirtschaftsministerium heute (Sonntag) informiert, wird die Auszahlung nun um ein Jahr vorverlegt.
„Die hohe Kostenbelastung in der Landwirtschaft besteht jetzt, deshalb brauchen wir auch so schnell wie möglich eine Entlastung“, erklärt Minister Norbert Totschnig die Gründe für seine Bestrebungen. Aufgrund der „aktuell besonders herausfordernden Situation in der Landwirtschaft“ habe er sich mit Bundeskanzler Christian Stocker dafür eingesetzt, dass die Auszahlungen jeweils um ein Jahr vorgezogen werden.
Der Einsatz der Bäuerinnen und Bauern verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche politische Unterstützung.
Christian Stocker
Bundeskanzler
Mit dem Vorziehen der Auszahlung wirke man den aktuell hohen Preisen entgegen und stärke die Liquidität der Höfe. „Das ist ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur heimischen Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und zu unseren bäuerlichen Familienbetrieben“, heißt es. „Der Einsatz der Bäuerinnen und Bauern verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche politische Unterstützung“, betont Bundeskanzler Stocker.
Die hohe Kostenbelastung in der Landwirtschaft besteht jetzt.
Norbert Totschnig
Landwirtschaftsminister
Geld kommt mit der Hauptauszahlung
Ursprünglich wäre der in den laufenden Budgetverhandlungen zugesicherte Agrardiesel erst rückwirkend für das jeweilige Jahr, also erstmals wieder im Dezember 2027, ausbezahlt worden. Das ändert sich nun Ministeriumsangaben zufolge: Die erste Rückvergütung wird demnach bereits im Dezember 2026 gemeinsam mit der AMA-Hauptauszahlung erfolgen. Pro Liter Diesel wird voraussichtlich einen Zuschuss von etwa 16 Cent gewährt. Ob diese wieder nach dem aus den Vorjahren bewährten Modell in Hektarsätzen abgerechnet werden, wird noch nicht bestätigt. „Details zum künftigen Modell und den Auszahlungsmodalitäten werden aktuell noch verhandelt“, verlautet aus dem Ministerium.
„Entscheidend ist, dass die Unterstützung schnell und unbürokratisch bei den bäuerlichen Betrieben ankommt. Gerade unsere kleinstrukturierten Familienbetriebe können steigende Kosten nicht immer weitergeben. Sie müssen wirtschaften können, damit die heimische Lebensmittelproduktion in Österreich stark bleibt“, meint dazu Bauernbund-Präsident Georg Strasser. Er sieht in der verfrühten Auszahlung einen Impuls für eine „starke, flächendeckende und familiengeführte Landwirtschaft“.
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